Hamburger China-Notizen: zum Anfang Nr. 39
8. Juli 2005
China-Hamburg jetzt und einst China-Hamburg
jetzt und einst
ChinaS jetzt und einst Notizen von einem nächtlichen Schreibtisch Deutsche Chinatexte
 
 

 Freude über chinesisches Engagement

Am Vormittag des 1. Juli leuchtete Chinas Sonne wieder einmal über Hamburgs Hafen, obwohl es gerade regnete: China Shipping, eine der zehn größten Reedereien der Welt, mit ungefähr 43.000 Beschäftigten, weihte in der HafenCity ihr neues Bürohaus ein – 4000 Quadratmeter, vom Hamburger Renommierarchitekten Hadi Teherani entworfen. Hier sitzt jetzt die Europa-Zentrale dieses Unternehmens, das seinen Hamburg-Dienst zügig ausbauen will.

Vierzehn Tage vorher hatte China im Hafen ebenfalls Aufsehen erregt, als fünf weitere riesige Containerbrücken aus Shanghai nach hier kamen (Foto MoPo 18.6.2005). Solche erfreulichen und nützlichen Vorgänge im Chinageschäft scheinen nicht jedermann zu erfreuen. Wenn im Hamburger Hafen wieder einmal 216 Millionen Marlboro aus China entdeckt werden oder der Zoll gefälschte Markentextilien ergattert, dann ist die Berichterstattung meistens umfangreicher.

MoPo 18.6.2005Vielleicht hängt hiermit zusammen, daß sich in jüngster Zeit die Berichte häufen, denen zufolge chinesische Unternehmen – und mit staatlicher Unterstützung – weltweit Unternehmen aufkaufen. Solche verstärkten Aufkäufe lassen sich allerdings schon seit zwei Jahren beobachten. Einige Bedenklichkeiten sind damit verbunden, doch man sollte die Kuh im Dorf lassen. Der Gesamtumsatz chinesischer Unternehmen lag im Jahre 2004 bei 351 Milliarden Dollar – gerade doppelt soviel wie derjenige in Singapur. Unter den 500 größten Unternehmen der Welt werden bisher erst 15 chinesische geführt. Da sollten ein paar milliardenschwere Aufkäufe auch den China-Skeptikern keine Bauchgrimmen bereiten. Soll die VR China aus ihren riesigen Exportüberschüssen lieber noch mehr Waffenkäufe finanzieren?

Mit diesem neuen Bürogebäude hat China Shipping für Hamburg ein Zeichen gesetzt – und Reedereieigner Nikolaus Schues, Ex-Präses der Handelskammer, wird sich freuen. Vor einigen Jahren (siehe » HCN 20) hatte er angekündigt, zehn chinesische Großunternehmen dauerhaft in Hamburg ansiedeln zu wollen. China Shipping hat ihn dabei einen weiteren Schrift vorangebracht. Ob das allerdings schon einen Zeitungstitel wie "China baut auf Hamburg" (HA 2./3. Juli) rechtfertigt?
 
 
 

 Skepsis über Dialog

Am 20./21. Juni 2005 tagte im Hamburger Rathaus das "Deutsch-Chinesische Rechtsstaatssymposium". Unter der Überschrift "Justiz-Export nach China" zitierte das Abendblatt vom 21. Juni (siehe Abb.) den Justizsenator Roger Kusch: "(…) aber China gibt sich große Mühe, rechtsstaatliche Strukturen in sein großes Reich einzuziehen (!), und das ist sehr unterstützenswert." Justizministerin Brigitte Zypries äußerte sich ebenso gönnerhaft: "Die Entwicklungen in China sind ebenso positiv zu bewerten." – Man faßt sich an den Kopf und bewundert beide Chinakenner.

Abendblatt vom 21. Juni

"Der Rechtsstaats-Dialog" wußte das "Abendblatt" bereits am 20. Juni, "wurde im Jahr 2000 ins Leben gerufen, um Rechtssicherheit, soziale Stabilität, Wirtschaftswachstum und Auslandsinvestitionen zu fördern." Das ist hübsch deutlich, was die Ziele angeht: Die eine Seite, die deutsche, beruhigt angesichts mancher öffentlichen Äußerung ihr schlechtes Gewissen darüber, daß die politische und rechtliche Verfassung des Lieblingshandelspartners China noch ein wenig zu wünschen läßt, nach bundesdeutschen Standards. Die chinesische Seite kann darlegen, daß sie wiederum und abermals ein Stück vorangekommen sei – und Frau Zypries und Herr Kusch sind erfreut, denn sonst wissen sie über dieses "große Reich" und seine Probleme wohl nicht viel. Exkulpatorisch ist das, nicht mehr.

Nicht alle an China Interessierten in Hamburg und Deutschland scheinen dieses Symposium wohlgefällig aufgenommen zu haben. In einer Presseerklärung von interessierter Seite lese ich: "Das jetzige Symposium zeichnet sich dadurch aus, daß es nur mit geladenen Gästen und unter Ausschluß zahlreicher kritischer China-Experten stattfindet. (…) Wer aber einen solchen Dialog ohne jede Transparenz und unter Ausschluß kritischer Experten führt, kann nicht behaupten, zum Fortschritt rechtsstaatlicher Strukturen in China beizutragen." - Möglicherweise hätten solche anderen Experten gar gemeint, ein Ein-Parteien-Staat und rechtsstaatliche Ordnungen schlössen sich aus – und wenn der Justizsenator das gegenwärtige China ein "Reich" nennt, dann verrät er eine terminologische Unbedarftheit, die eines Juristen unwürdig ist. Vielleicht hat er ja, unbewußt, recht: Das gegenwärtige China ist vor allem ein Verbund diverser kleiner "aristokratischer" Gruppen zur Maximierung ihres Wohllebens - mit abgestuften Bereitwilligkeiten, größere Bevölkerungsgruppen daran teilhaben zu lassen.

Dieses Symposium hat die Freie und Hansestadt eine Menge Geld gekostet. Ob es irgend etwas bewegt hat? – Jedenfalls haben die Teilnehmer im Hotel "Vier Jahreszeiten" komfortabel und kostenträchtig genächtigt.
 
 
 

 Vergnügen bei Außendarstellung

Die stolze Flagge der Freien und Hansestadt Hamburg baumelte vor deren Landesvertretung in der Hauptstadt Berlin, an diesem heißen Frühsommertag, dem 15. Juni 2005, etwas matt vor sich hin. Gegen 17 Uhr strebte eine stattliche Zahl wohlgewandeter Damen und Herren, die meisten älter, in die Landesvertretung. "Dr. Michel im Land des Lächelns. Deutsch-chinesische Hochschulkooperation: Mehr als ein Strohfeuer" war das Thema der Veranstaltung.

Senator Dräger eröffnete sie. Dr. Ling Jinghui von der chinesischen Botschaft begrüßte die Anwesenden ebenso, und Dr. Helmut Blumbach vom DAAD berichtete über dessen Asien-Strategien. Dann kam man zum Thema: Die Präsidenten der Technischen Uni Harburg, der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg und der Universität Hamburg referierten kurz über "innovative" Chinaprogramme ihrer jeweiligen Institution. Diese unterschieden sich, deutlich erkennbar, nach Gewicht und Bedeutung, und bei einer solchen Gelegenheit soll man auch nicht über problematische Einzelheiten reden! Dr. Stefan Friedrich von der Adenauer-Stiftung, auch mit Hamburger Gegebenheiten bestens vertraut, führte die "statement"-Redner dann zu einer Art Diskussion zusammen.

'Land des Lächelns'

Uni-Präsident Dr. Dr. h.c. Jürgen Lüthje, assistiert durch Dr. Udo Thelen vom International Center for Graduate Studies der Uni, erklärte bei seinem "statement" den Anwesenden wenigstens auch den bescheuerten Titel dieser Veranstaltung: "Dr. Michel" – das versteht sich, und "Land des Lächelns" ist der Titel einer Operette von Franz Lehar, die irgendwann in einer Parallelstraße nahe der Landesvertretung uraufgeführt wurde und die sich um eine chinesische Schönheit, eine Prinzessin, dreht (siehe die Abb.). Er erinnerte sich sogar noch weiter zurück, als er – unter anderem – auch an die lange, im Jahre 1909 begonnene Geschichte der Hamburger Sinologie, der wissenschaftlichen Beschäftigung mit China, erinnerte, die neben akademischer Gründlichkeit stets auch praktisch und gegenwärtig interessiert war und ist.

Manchem mögen solche Veranstaltungen – schließlich nicht kostenunaufwendig!- als selbstreferentiell und in ihren Einzelheiten als bedenklich erscheinen. Der Berichterstatter vernahm denn auch sehr unterschiedliche Äußerungen zu diesem "Dr. Michel im Land des Lächelns". Für die komplizierten politischen Meinungs- und Entscheidungsbildungsprozesse sind sie jedoch unerläßlich. Auch die Zahl der Interessierten war, der Zahl nach, größer, als der Berichterstatter erwartet hatte, und – den Gesichtern nach - war sie außerordentlich erfolgreich!

Der Berichterstatter labte sich vor Beginn dieser Darstellung zum Rahmenthema "Hamburg. Metropole des Wissens" an zwei Apfelschorlen in einem Straßen-Café schräg gegenüber. Mancher Beteiligte oder Gast kam mit Dienstwagen oder Entourage, andere ließen sich von einem Taxifahrer umständlich eine Quittung ausfertigen. Uni-Präsident Lüthje kam auf bescheidene Weise – allein von seiner vertrauten schwarzen, großen Aktenmappe begleitet und aus Richtung der nahegelegenen S-Bahnstation. Er wußte natürlich noch nicht, daß die Sinologen seiner Universität am Vortag ein Konzept für einen sogenannten "Erwachsenenstudiengang", unter anderem für Mitarbeiter von Hamburger Chinafirmen, auf den Genehmigungsweg gebracht hatten: "China heute – Hintergründe und Perspektiven".
 
 
 

 Aufmerksamkeit für Taiwan

Angesichts des dominatorischen Anspruches der Volksrepublik China erstaunt immer wieder, daß die kleine, demokratisch verfaßte Republik China auf Taiwan ihren Selbstbehauptungswillen auch hierzulande, auch in der Freien und Hansestadt, erfolgreich und wirkungsvoll umsetzen kann. Zwar strebt die "Volksrepublik" auf dem Festland an, Taiwan in der internationalen Politik und in internationalen Organisationen weitgehend in den Hintergrund zu drängen, doch die Klugheit dieser Politik ist umstritten, und Taiwan findet seine beachtenswerten Aktionsfelder auch jenseits davon. Vor allem liegen diese in den Subfeldern der Politik – in Handel und Wirtschaft, in Menschenrechts- und Demokratiediskussionen, nicht zuletzt in der Kultur, denn auch auf diesem Gebiet "leistet" sich Taiwan außerordentliche Anstrengungen.

Nicht selten erreichen diese Bestrebungen auch die Hamburger Öffentlichkeit – manchmal aus Hamburger Geschäfts-, manchmal aus Hamburger Fairness-Sinn. Agnes Hwan-Yue Chen, die Generaldirektorin der "Taipeh-Vertretung", Mittelweg 144, deren Rang in der Nomenklatur ihres Außenministeriums dem eines Generalkonsuls entspricht, wird dazu beigetragen haben.

Ende Mai brach eine Delegation der Hamburger Bürgerschaft nach Taiwan auf. Um erneuerbare Energien sollte es dabei gehen, aber auch um Hafenprobleme, denn Kaohsiung ist ein Partnerschaftshafen von Hamburg. "Wir sollten uns auch mal um die demokratischen Chinesen kümmern", meinte etwas flapsig und gönnerhaft der GAL-Abgeordnete Jens Kerstan. Er wird sich auf Taiwan hier erstaunt und da erschrocken gefühlt haben.

Tigerinnen auf dem SprungIm HEW-Kundenzentrum in der Spitaler Straße, im Zentrum von Hamburg also, zeigte die Taipeh-Vertretung eine kleine Ausstellung von Fotos zum Thema "Taiwan-Bilder", durch ein Veranstaltungsprogramm begleitet. Für manchen Hamburger waren diese Bilder eine Entdeckung, wie sich zeigte, als der Berichterstatter im Gästebuch blätterte. Damals, Mitte Juni und am Ende dieser Ausstellung, war der Stand mit "flyers" zu Einzelheiten der chinesischen Kultur beinahe leergeräumt.

Am 23. Juni begann das "Metropolis" in der Dammtorstraße seine nächste Vorführungsreihe mit Filmen aus Taiwan. Das "Metropolis" machte schon vor vielen Jahren, erstmals in Deutschland, auf die taiwanische Filmproduktion aufmerksam. Inzwischen sind auch die Regisseure und Schauspieler dieser Filmszene weltberühmt. Das Programm wird noch bis Ende Juli fortgeführt.

Taiwan-Sympathien und ein entsprechendes Interesse zeigen sich in Hamburg vor allem dann, wenn die VR auf dem Festland sich wieder einmal zu Drohgebärden rüstet.
 
 
 

 Ärger über andersartigen Produktklau

Wohlbekannt ist, daß die VR China ein Weltmeister im Produktklau, dem Abkupfern von Marken- und anderen Artikeln ist. Trotz mancher Bestrebungen, dem zu wehren, lassen sich solche Piraterien vorerst wohl kaum eindämmen. Zu gering ist auf Seiten der entsprechenden chinesischen Hersteller das Rechts- beziehungsweise das Unrechtsbewußtsein. Das ist auch nicht verwunderlich, denn in einem Vierteljahrhundert Marktwirtschaft dort ließ sich zwar viel bewegen, doch manche notwendigen Festlegungen globalen Handelns geraten eben erst ins Bewußtsein, wenn ein solcher "Pirat" dereinst einmal selbst dermaßen ausgeplündert wird.

Ein jüngstes Produkt dieser Art läßt sich nicht einmal beschlagnahmen! – Im Herbst 2004 veranstaltete die Handelskammer Hamburg einen "Hamburg Summit. China meets Europe". Jetzt gelangten die Einladungen für "china international economic forum: SHENYANG SUMMIT" auf hiesige Chinaschreibtische. Nicht nur bei dem Titel, auch in vielen Einzelheiten des Konzepts ähnelt diese Veranstaltung derjenigen in Hamburg.

Shenyang Summit

Vom 14. bis 16. September 2005 soll sich dieser Gipfel in Shenyang, dieser nordostchinesischen Industriemetropole ereignen. Die Teilnahmegebühren liegen bei bescheidenen ungefähr 2.000 Dollar, und versprochen werden hochkarätige Referenten, vor allem aus der Praxis der Chinawirtschaft. Hinter den meisten der 22 angeführten Namen von Referenten steht allerdings noch ein "req.", man weiß also noch nicht. Dr. Helmut Kohl weiß offenbar ebenfalls noch nicht, doch Joachim Erwin, Oberbürgermeister von Düsseldorf, hat offenbar schon fest zugesagt. – "Nachtigall, ick hör dir trapsen!"

Die Handelskammer Hamburg taucht in den Ankündigungen dieses "inspirierenden Programms" nicht auf, auch nicht unter den Förderern der Veranstaltung. Ein Hauptorganisator der Veranstaltung ist jedoch die Firma "Teltschik Associates", München. Deren Namensgeber, Prof. Dr. h.c. Horst Teltschik, dereinst ein Politiker, wirkte am "Hamburg Summit" mit: ein wenig pfauenhaft. – Wie auch die Zusammenhänge seien, dieser "Shenyang Summit" hat schon sein eigenes "Geschmäckle".
 
 
 

 Bedauern über verpaßten Ausflug

Eigentlich sollte solch ein Ausflug an einem Mai/Juni-Wochenende in die Studio-Galerie des Hamburger Künstlers Werner Schaarmann führen. Er verfolgt dieses Konzept, das auch der Begegnung mit fernöstlichen Künstlern dient, seit dem Jahre 2001, in seinem Atelier: Ernst-August-Deich 55, Tel. 040/756 628 26.

Jetzt stellte er Werke des chinesischen Künstlers Gu Wenming (* 1964) aus: großformatige Ölbilder und spirrige Bronzeskulpturen, ungefähr 70 Zentimeter hoch. Gebirge nackten Fleisches zeigen die Gemälde, in manchmal überraschenden Farben und Ausschnitten und mit Gesichtern zwischendrin, denen sich nachrätseln ließe. Ganz anders, skurril-verspielt, wirken die Bronzen, auch witzig. In beiden Werkgruppen zitiert Gu Wenming öfter Hauptwerke der älteren oder jüngeren europäischen Kunst.

Gemälde von Gu Wenming

Bei aller handwerklichen Kunstfertigkeit – Gu Wenming ist keiner von den zahlreichen glatten Konventionalisten unter den gegenwärtigen chinesischen Künstlern. Ein Ausflug zu seinen Werken hätte Anlaß zu Nachdenklichkeiten erbracht. Immerhin erlaubt der chinesisch-englische Katalog mit mehr als fünfzig Bildtafeln, darunter zahlreichen Detailaufnahmen, einige Eindrücke, selbst wenn diese nie die Betrachtung des Originals ersetzen können. – Werner Schaarmann wurde, übrigens, zur II. Internationalen Kunstbiennale nach Peking eingeladen. Über ihn soll demnächst eine HCN-Notiz informieren.
 
 
 

 Respekt gegenüber einem chinesischen Journalisten

Shi MingShi Ming ist ein so kenntnisreicher wie scharfsinniger chinesischer Journalist. Nach Lage der Dinge lebt er deshalb meistens in Deutschland. Am 18 Juli wird er wieder einmal nach Hamburg kommen.

Im Frühjahr des Jahres 2005 belebten chinesisch-japanische Dispute über die Darstellung des 2. Weltkrieges in Ostasien (Stichworte: Massaker von Nanking, japanische "Entschuldigungen" bzw. Würdigungen für "Kriegsverbrecher") die Weltpresse.

Ganz so einfach, wie gemeinhin angenommen, sind diese Vorgänge allerdings nicht, und deren Darstellung in den chinesischen Medien zeigen Probleme eigener Art auf. Für Shi Ming lag nahe, solchen Verschlingungen einmal beispielhaft nachzuspüren. Unter dem Titel "Dreifacher Salto plus doppelte Schraube – verdrängte, verzerrte und verklärte Wahrnehmungen des Antijapanischen Krieges in der Massengesellschaft des heutigen China" wird er auf Einladung der Hamburger Sinologischen Gesellschaft am 14. Juli., 18.00 Uhr, im Asien-Afrika-Institut der Universität, Edmund-Siemers-Allee 1, einen Vortrag halten – und diesen zusätzlich durch einige Filmsequenzen anschaulich machen.

Erschreckend ist, daß die chinesische öffentliche "Diskussion" zu diesem Thema zu persönlichen Übergriffen führte. – Shi Ming wird informieren und subtil wie kaum ein anderer die Hintergründe ausleuchten können. Hinzu kommt: Kaum ein Deutscher beherrscht die deutsche Sprache so sicher und klangvoll wie dieser noch junge Publizist. Neben neuen Kenntnissen und intellektueller Erkenntnis verspricht diese bescheidene Frühabend-Veranstaltung nebenbei einen rhetorischen Genuß.
 
 
 

 Vorfreude auf chinesische Geschäftsberichte

Geschäftsberichte sind die Visitenkarten eines Unternehmens. Lange widmeten diese Unternehmen deren Gestaltung nicht die angemessene Aufmerksamkeit. Das brachte eine engagierte junge Frau, Felizitas Peters, die Erfahrungen in interkultureller Kommunikation und in der PR-Arbeit gesammelt hatte, auf ihre Geschäftsidee. Sie gründete die Hamburger Geschäftsberichte HmbH & Co. KG (HGB), ein bald florierendes Unternehmen.

Bald wurden die von ihrer Agentur gestalteten Geschäftsberichte mit internationalen Preisen bedacht. Peters wußte auch das Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg für solche Berichte zu interessieren – als neues Sammlungsgebiet. Hieraus entstand die Idee, alljährlich im Herbst eine Auswahl gelungener und prämierter Geschäftsberichte öffentlich zu präsentieren.

Professionals Day, Hamburger Geschäftsberichte (HGB)

In diesem Herbst sind – unter dem Thema "Facing China" – chinesische Geschäftsberichte an der Reihe. Kein Wunder, denn Felizitas Peters ist eine examinierte Sinologin, von der Uni HH. Die Eröffnung dieser Präsentation am 22. September 2005, ab 11 Uhr 30, ist mit einem ansehnlichen Rahmenprogramm verbunden. Dieses informiert über chinesische Strategien und Strategeme, Unternehmenskommunikation und Ästhetik. Letztere sollte bei einem Unternehmensbericht schließlich eine Rolle spielen.

Einzigartig wird diese Veranstaltung sein, und gerade Personen und Firmen im Chinageschäft werden sich dafür interessieren. Einzigartigkeit hat freilich auch einen Preis – einen moderaten in diesem Falle: bei Frühanmeldung 320 Euro. Die Anmeldung sollte über Hamburger Geschäftsberichte (HGB) erfolgen: Fax 040/ 41 46 13-40, Telefon 040/ 41 46 13-0. Da das Platzangebot begrenzt ist, wird wohl das Eingangsdatum der Anmeldung über die Teilnahme entscheiden müssen.
 
 
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