Hamburger China-Notizen: zum Anfang Nr. 34
24. Oktober 2004
China-Hamburg jetzt und einst China-Hamburg
jetzt und einst
ChinaS jetzt und einst Notizen von einem nächtlichen Schreibtisch Deutsche Chinatexte
 
 

 Neue Direktorin

Monika Schädler Nach der Pensionierung von Dr. Werner Draguhn, dem langjährigen Direktor des Instituts für Asienkunde (IFA), trat am 1. September 2004 eine ausgewiesene Wissenschaftlerin seine Nachfolge an: die Professorin Dr. Monika Schädler. Obwohl diese neue Position mit hohen Belastungen verbunden ist und die Hamburger Öffentlichkeit ebenfalls ihre Ansprüche an sie hat, nahm sich Monika Schädler die Zeit, einige HCN-Fragen zu beantworten.

? 1. Frau Professor Schädler! Seit dem 1. September leiten Sie das renommierte Institut für Asienkunde. Alle Chinainstitutionen in Hamburg haben, nach meinen Eindrücken, diese Berufung sehr positiv aufgenommen. Würden Sie einmal die wichtigsten Stationen Ihres Weges dorthin skizzieren?

M. Sch.: Gerne. Hamburg und das Seminar für Sprache und Kultur Chinas spielen dabei eine wichtige Rolle! So besuchte ich nach drei Semestern Sinologie an der FU Berlin zwischen 1975 und 1979 im 7. Stock des Phil-Turms Lehrveranstaltungen der Professoren Liu und Franke und den Sprachkurs bei dem Lektor Kuan. Die Kurse waren damals recht intim mit 10 bis maximal 20 KommilitonInnen. Ruth Cremerius war übrigens eine davon. Und bei Kuan in der Milchstraße trafen wir uns regelmäßig zur "Teestunde", wobei nur Chinesisch gesprochen werden durfte. Die Sinologie war immer ein Refugium neben den überfüllten VWL-Veranstaltungen im sogenannten WiWi-Bunker. Unterstützt vom DAAD ging ich nach dem VWL-Diplom 1979 für zwei Jahre nach China an die Beida. Damals konnten wir Ausländer noch in einem Wohnheim ein Zimmer mit einer von der Fakultät und dem Ausländeramt "ausgewählten" chinesischen Studentin teilen. So hatten wir relativ engen Kontakt mit den chinesischen Kommilitonen. Ich nutzte die Zeit für intensive Zeitungsstudien, private Forschungen und solche mit der Universität, Fahrten durch Beijing und Umgebung – soweit wir dies durften: nördlich der Duftenden Hügel zum Beispiel stand das Stopschild für Ausländer – und für zahlreiche große Reisen durch ganz China. Wir wußten damals, daß wir in einer wichtigen politischen Phase in China waren – es war die Hochzeit der Mauer der Demokratie. Daß dies auch die epochalen Jahre des Beginns der Wirtschaftsreform waren, wurde uns erst im Nachhinein klar.

Zurück in Hamburg war ich zunächst Geschäftsführerin und Redakteurin der Deutschen Gesellschaft für Asienkunde im Hause des IFA, danach ca. 10 Jahre lang mit verschiedenen Projekten im IFA selbst beschäftigt. So erstellte ich gemeinsam mit dem damaligen Referenten für die Wirtschaft Chinas, Herrn Louven, eine Studie zum Wissenschaftsaustausch zwischen China und Deutschland, schrieb die "Provinzporträts der VR China" und arbeitete mit Renate Krieg zur Frage der sozialen Sicherung. Mein Dissertationsprojekt zur ländlichen Entwicklung, das Professor Eberstein betreute, entstand ebenfalls am IFA. Im Vorwege zur Promotion drückte ich 1987/88 noch einmal die Studierbank im 7. Stock des Phil-Turms in Veranstaltungen bei den Professoren Stumpfeldt, Rall-Niu, Eberstein, Bischoff und Hans-Wilm Schütte. Gleichzeitig hielt ich in diesen Jahren selbst Veranstaltungen bei den Sinologen zu verschiedenen gegenwartsbezogenen Themen. Deshalb kenne ich eine ganze Reihe Hamburger Absolventen noch als Kommilitonen oder Studierende.

1994 ging ich an die Hochschule Bremen als Professorin für Wirtschaft und Gesellschaft Chinas und führte dort gemeinsam mit meinem Kollegen Minyan Luo und Ökonomiekollegen 10 Absolventenjahrgänge zum Abschluß als Diplom-WirtschaftssinologInnen (FH). Die Bremer Absolventen sind heute, wie die Absolventen der Hamburger Uni auch, in interessanten Positionen in der ganzen Welt verstreut.

Daß ich dann in diesem Jahr in die großen Fußstapfen von Dr. Draguhn, der das Institut über drei Jahrzehnte zu dem Großen machte, was es heute darstellt, treten würde, habe ich nie geträumt. Eine wahrhafte Herausforderung!

? 2. Können Sie – für die Außenstehenden – die institutionelle Struktur des Instituts für Asienkunde, das wir alle nur IFA nennen, beschreiben, auch die Breite seiner regionalen und inhaltlichen Interessen?

M. Sch.: Das Institut für Asienkunde hat die Rechtsform einer Stiftung mit einem Vorstand und einem Kuratorium mit Persönlichkeiten aus der Wissenschaft, der Politik und Verwaltung und der Wirtschaft. Gemeinsam mit den Hamburger Regionalinstituten Institut für Afrikakunde, Deutsches Orient-Institut und Institut für Iberoamerikakunde bildet es seit 1982 die Stiftung Deutsches Übersee-Institut, dem unmittelbar noch das Institut für Allgemeine Überseeforschung angehört. Das Deutsche Übersee-Institut ist neben anderen ca. 80 Instituten Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft, früher bekannt als "Blaue-Liste-Institute", die Bund und Länder gemeinsam finanzieren. Im Fall des Deutschen Übersee-Instituts sind das Auswärtige Amt und die Stadt Hamburg, vertreten durch die Behörde für Wirtschaft und Arbeit, Zuwendungsgeber.

Das IFA befaßt sich – wie der Name schon sagt – mit Asien. Die derzeit vierzehn Wissenschaftler verteilen sich auf die Regionen China, Japan und Korea sowie Südostasien. Alle Wissenschaftler sprechen wenigstens eine Sprache der Region und haben dort über einen längeren Zeitraum hinweg studiert und/oder gearbeitet. Sie kommen aus unterschiedlichen Disziplinen wie der Politologie, Soziologie, den Geisteswissenschaften - wozu auch die Asienwissenschaften zählen. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Erforschung, Analyse und Dokumentation der aktuellen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft der Region. Die Zusammenarbeit in der European Alliance for Asian Studies – die sich aus insgesamt sieben Instituten in Dänemark, den Niederlanden, Frankreich, Belgien, England, Spanien und uns in Hamburg zusammensetzt – befördert dabei den internationalen Austausch und unterstützt uns darin, neue globale Forschungstrends rasch aufzunehmen.

? 3. Das IFA hat in der Vergangenheit bewährte Standards für die Information über das gegenwärtige China geschaffen. Dieses China ändert sich rasant. Werden Sie auch neue Strategien für die Information der deutschen chinainteressierten Öffentlichkeit erwägen?

M. Sch.: Das ist eine wichtige Frage. Wir führen gerade eine Leserbefragung für unsere drei Zeitschriften China aktuell, Japan und Südostasien aktuell durch. Dadurch wollen wir einen Eindruck vom Informationsverhalten unserer Leser gewinnen. Wir werden in jedem Fall das Internet stärker als bisher in unsere Angebotspolitik einbeziehen, auch wollen wir zwischen den Heften aktuelle Kurzanalysen zu besonderen Ereignissen wie zum Beispiel für Parteitage, außenpolitische Verwicklungen, soziale Brennpunkte über einen Newsletter herausgeben – die Form prüfen wir gerade, ob per Mail oder auch Papier. Unsere Jahrbücher zu Japan, Korea, Indien haben sich bewährt. Ein Publikations-Highlight der letzten Jahre war unbedingt das China-Handbuch, ein weltweit in dieser Qualität einmaliges Kompendium. Für die wissenschaftliche Öffentlichkeit prüfen wir gerade die Herausgabe einer englischsprachigen referierten Zeitschrift gemeinsam mit den anderen Instituten der European Alliance.

? 4. Zwischen dem IFA und der China-Abteilung des Asien-Afrika-Instituts der Universität Hamburg gab es, selbstverständlich, bisher viele Kontakte. Diese werden jetzt jedoch auf eine neue Ebene gehoben, indem Sie gleichzeitig als Professorin an der Universität Hamburg wirken. An dieser stehen jetzt radikale Veränderungen der Studienstrukturen und -inhalte an. Welche Ratschläge geben Sie dafür, aus Ihrer Sicht und der des IFA, und in welchem Umfang können Sie an deren Umsetzung mitwirken?

M. Sch.: Grundsätzlich begrüße ich das Bachelor- und Mastersystem für die deutschen Universitäten. Vielfach habe ich in Bremen erlebt, daß unsere Studenten ihren Abschluß bei Arbeitgebern im Ausland erklären mußten. Zudem werden wir attraktiver für Studierende aus dem Ausland. Das modulare System erleichtert auf längere Sicht einen Studienortwechsel für deutsche, europäische und zum Beispiel asiatische Studierende. China ist und wird noch mehr im Fokus unserer Gesellschaft bleiben. Die Universität reagierte auf das zunehmende Interesse gerade mit der Einrichtung des Masterstudienganges "International Business and Economics (MIBE) – China Fokus". AAI und IFA sind daran beteiligt. Ich könnte mir gut vorstellen, weitere gemeinsame Masterstudiengänge mit dem AAI anzubieten oder einzelne Module für Studiengänge anderer Fakultäten zu öffnen. Da ich jetzt aus Bremen komme, würde ich es begrüßen, wenn auch für die Bremer Wirtschaftssinologen die Möglichkeit geschaffen würde, in Hamburg oder auch in Zusammenarbeit der beiden Hochschulen mit einem Master abzuschließen. Natürlich werden die neuen Studienstrukturen erst einmal Unruhe in die Institute bringen, da nicht anzunehmen ist, daß gleich im ersten Durchgang alles reibungslos läuft. So bin ich zum Beispiel schon sehr gespannt, welche Erfahrungen MIBE mit den unterschiedlichen Studienhintergründen seiner Studierenden macht.

? 5. Manchmal habe ich den Eindruck, die vielfältigen Hamburger Chinakompetenzen seien für Außenstehende in Deutschland, und darüber hinaus, nicht ausreichend überschaubar. Teilen Sie diesen Eindruck, und wie ließe sich dem gegebenenfalls begegnen?

M. Sch.: Tatsächlich weist Hamburg eine überaus große Vielfalt an Chinaaktivitäten auf. Der Senat der Hansestadt hat vor etwa einem Jahr die China-Kooperationstelle eingerichtet, um diese Vielfalt aufzuzeigen und Aktivitäten zusammenzuführen, wo dies Sinn macht. Eine von dieser Stelle eingerichtete Internet-Plattform könnte etwa die nötige Transparenz schaffen und Kontakte und Zusammenarbeit stärken. Doch das ist einer der zahlreichen Bereiche, in den ich mich gerade erst einarbeite. Die Vielzahl zum Beispiel der China-Vereine in Hamburg hat sicher ihre Berechtigung in der Vielfalt der darin Aktiven und Zielgruppen.

? 5. Sie sind eine Expertin vor allem für die Wirtschaft Chinas und deren soziales Umfeld. Nicht ganz ernst gemeint diese Frage, aber trotzdem: Wird der Formel 1-Circus auch im Jahre 2006 Hamburgs Partnerstadt Shanghai begeistern?

M. Sch.: Tja, ich muß gestehen, der diesjährige Formel 1-Circus – wie Sie sagen – ist relativ unbemerkt an mir vorübergegangen, ich habe gerade mal einen Zeitungsartikel darüber gelesen. Die Shanghaier begeistern sich in Massen für Neues – und Autos gehören inzwischen wie Reisen, schicke Wohnungseinrichtungen, Fitneß etc. zum erschwinglichen Konsumgut für viele. Eine Sensationssportart wie die Formel 1wird in den nächsten Jahren bestimmt noch mehr Shanghaier in ihren Bann ziehen. Ich könnte mir vorstellen, daß es heute schon mehr Formel 1-Zeitschriften in China gibt als in Deutschland. Das wäre doch ein Thema für eine Magisterarbeit am AAI, die ich gerne betreuen würde! – jedenfalls freue ich mich schon sehr darauf, eng mit Ihnen zusammenzuarbeiten und mich nach vielen Jahren auch in der täglichen Arbeit wieder mit Kollegen der Sinologie austauschen zu können.
 
 
 
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Bambusblatt Bambusblatt 42
Alte Firma: "Lüsternheitsware"
 
  Am 1. Januar 1879 wurde die Firma Hälssen & Lyon in Hamburg in das Handelsregister eingetragen. So feierte sie im Jahre 2004 ihr 125jähriges Jubiläum. Zu ihren Vorläufern gehörte die am 23. Februar 1846 gegründete Teehandlung Lyon & Co., womit auch schon der Geschäftsbereich von Hälssen & Lyon bezeichnet ist: Tee. Damals galt Tee offiziell als "Lüsternheitsware", und seine Einfuhr wurde mit stattlichen Zöllen, später auch Steuern, belegt.

Hälssen & Lyon Im Jahre 1887 bezog Hälssen & Lyon als heute ältester Mieter in der Speicherstadt das Gebäude Pickhuben 9, das bis heute Sitz der Firma ist. Als im Jahre 1895 Johann Carl Ferdinand Ellerbrock als Prokurist in dieses Unternehmen eintrat, begann die Ära dieser Familie, die bis zum Jubiläum anhält – und die trotz manch familiärer Auseinandersetzung immer wieder zu vernünftigen und für das Unternehmen förderlichen Nachfolgeregelungen führte.

Anfangs bezog H & L den Tee ausschließlich aus China, bald begann Indien mit dem Tee-Export, dann folgten die holländischen Kolonien auf Java und Sumatra, auch Ceylon, das bis heute der wichtigste Lieferant des Hauses ist.

Der Tee war nie ein einfaches Handelsgut. Noch in den 1920er Jahren galt er in Deutschland eher als Arznei denn als Genußmittel oder Alltagsgetränk, obwohl Kaiser Wilhelm II. das Wort "Ich trinke Tee und säge Holz" zugeschrieben wird – nach Ausbruch des 1. Weltkrieges, der den Teehandel zum Erliegen bringt. Das wiederholt sich im 2. Weltkrieg, Tee wird auf Lebensmittelmarken zugeteilt, und die Ostfriesen protestieren, denn Tee wurde, nach Englands Vorbild, ihr Nationalgetränk. Sie erreichen auch, daß nach dem Krieg, 1953, die drastische Teesteuer von 15 DM je Kilo gesenkt wurde.

Nicht nur die Weltgeschichte greift in das Geschäft dieses Mittelständlers mit heute 250 Mitarbeitern ein, auch die Presse-Hysterie schafft das manchmal. 1986 kommt das Thema "Pestizide im Tee" – in dieser Verkürzung wissenschaftlich unhaltbar – in die Schlagzeilen. Der Teeverbrauch stagniert darauf in Deutschland mehrere Jahre bei 240 Gramm pro Kopf, doch H & L findet wieder einmal eine Strategie: Die Firma setzt auf den kontrollierten Anbau von Bio-Tee.

Sie operiert schon langte weltweit, und vor allem weilen immer wieder Teilhaber für längere Zeit in den Liefergebieten, um die Qualität der Firmenbeziehungen, vor allem aber die des Produkts, zu gewährleisten. Darüberhinaus ist sie innovativ. Von logistischen Neuerungen abgesehen, wird sie schon 1931 über die Firma "Dr. Grethes Coffeinfreier Tee" zum Vorreiter für eben diesen, 1959/60 begründet Carl Ellerbrock die weltweit erste Produktion für Instanttee, und 1982 setzt sich endlich das von Horst-Jürgen Ellerbrock propagierte Konzept der aromatisierten Tees durch – und macht nach jahrelanger "Durststrecke" Gewinn. Es gefällt vor allem der Jugend.

Nicht immer gelingen Neuerungen vollkommen. Als 1973 die chinesische Spezialität Yunnan Tuocha verspricht, Gewichtserleichterungen und Alkoholabbau drastisch zu beschleunigen, lädt H & L einige trinkfeste Journalisten zum Zwecke der Demonstration ein – zu einem Festmahl nebst Wettsaufen. Anschließend gibt es alle halbe Stunde diesen neuen Wundertee aus China. Als ein Gerichtsmediziner Blutproben entnehmen soll, stolpert ihm einer der Säufer die Treppe herunter entgegen: sieben Knochenbrüche, keine Spur von Alkoholabbau. – Spätere Untersuchungen ergaben immerhin, daß der Tee wenigstens die Gewichtsreduzierung förderte.

In Firmengeschichten wie der von H & L spiegelt sich stets die Weltgeschichte und konkretisiert sich zugleich darin. Als zu Beginn der 1980er Jahre die wirtschaftliche "Öffnung" der VR China deutlichere Züge bekam, wurde China als Lieferant auch für H & L wieder interessanter. Das Regal im Probenzimmer Pickhuben 9 enthält einige hundert Dosen mit China-Tees. Geschäftsfreunde nennen es schon lange die "Große chinesische Mauer in Hamburg".
 
 
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 Neue Blicke: Hamburg, Singapur und anderes

Was haben Hamburg und Singapur gemein? Nicht viel mehr, auf den ersten Blick, als daß sie über einen bedeutenden Hafen verfügen. Ferner sind beide, wiewohl auf anderen Ebenen der Unabhängigkeit, Stadtstaaten. Das schafft, in der Gegenwart und -voraussehbar – vor allem in der Zukunft, Probleme.

Bei einer Veranstaltung der Hamburger Sinologischen Gesellschaft hatte Dr. Arndt Graf vom Asien-Afrika-Institut (AAI) der Universität Hamburg darüber vorgetragen, mit welcher Umsicht Singapur diese Zukunft bedenkt. (Für den Wortlaut seines Vortrags siehe HCN 23). Damals kam die Idee auf, daß dieses Thema einer umfassenderen Erörterung bedürfe. Jetzt ist es soweit.

"Port Cities and City-States in Asia and Europe" Vom 4. bis 7. November 2004 findet in den Räumen des AAI eine internationale Konferenz, bescheiden Workshop genannt, statt: "Port Cities and City-States in Asia and Europe". PD Graf vom AAI hat sie zusammen mit Prof. Chua Beng-Huat vom Asia Research Institute der National University of Singapore organisiert. Nicht nur sachverständige Fachleute aus Singapur und Hamburg werden erwartet, sondern auch solche aus Rotterdam, Shanghai, Osaka, aus Malaysia, Australien, Indonesien.

Die vorgesehenen Themen für Referate und damit Diskussionen klingen vielversprechend. Bei nicht wenigen wäre wohl angebracht, wenn auch Vertreter der Hamburger Politik und -Wirtschaft zugegen wären. Sich mit Metropolen wie Singapur, Hongkong und Shanghai zu vergleichen – im Hinblick auf Zukunftsorientierungen und Probleme – dürfte Hamburg nicht schlecht anstehen.
 
 
 

 Neuer Newsletter

Die Newsletter, die auf dienstlichen Schreibtischen eintrudeln, kommen und verschwinden – meistens im Papierkorb. Bei diesem aber, per Mail versandt, lohnt sich wahrscheinlich nicht nur das Speichern, sondern auch das Ausdrucken: "Hamburg-Shanghai Network", die erste Nummer vom 10. September 2004.

Konzipiert haben ihn Katja Hellkötter, die dem Hamburg-Liaison Office in Shanghai vorsteht, und Dr. Carsten Krause von der China-Kooperationsstelle im Hamburger Rathaus. Die erste Folge bietet in – wenn richtig gezählt – 42 Notizen Kurzinformationen zu den Beziehungen der Freien und Hansestadt mit ihrer Partnerstadt Shanghai, doch beinahe jede Notiz ist mit einem Link "More Information" versehen.

Die Informationen reichen von Bürgermeisterbesuchen und Hafenpartnerschaften über Lufthansatechnik und den Containerschiffbau von Hamburger Reedern in Shanghai bis zu dem "Currywurst-Werbefeldzug" einer Hamburger Firma in China. Auch kulturelle "events", die beide Städte verbinden, kommen nicht zu kurz. An Hamburger Handelshäuser mit Chinatradition wird erinnert, Energieengpässe im sommerlichen Shanghai werden dargestellt – und zwischendurch erfährt der Hamburger aus dem fernen Shanghai, daß am 13. September Steffi Schmidt hier in Hamburg eine Lesung aus ihrem Buch "Shanghai Promenade" hielt. Vor diesem Newsletter hatte er davon nichts erfahren! Ihr Buch kennt der Berichterstatter, und ihre Signatur in einem weiteren Exemplar hätte ihm manche Überlegung für ein Weihnachtsgeschenk erleichtert.

Countryclub Shanghai

Dieser Newsletter erfreut ganz einfach, und wer sich für dessen Thematik interessiert, der kann ihn für eine kostenlose Mail-Zusendung ordern – bei dautel.julia@sh.china.ahk.de. Julia Dautel besorgte die Redaktion dieser ersten Ausgabe, und es wäre schön, wenn sie die angekündigte "unregelmäßige Erscheinungsweise" ein bißchen regelhaft gestalten könnte – und, vor allem, bald den zweiten Newsletter schickte. – Das abgebildete historische Foto zeigt den legendären Countryclub in Shanghai, den Chinesen nur als Bedienstete betreten durften: eine unendlich ferne Zeit!
 
 
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