Hamburger China-Notizen: zum Anfang Nr. 3 China-Hamburg jetzt und einst ChinaS jetzt und einst ChinaS
jetzt und einst
Notizen von einem nächtlichen Schreibtisch Deutsche Chinatexte
 

Philosophy Now

Heft 26 der Londoner Zeitschrift "Philosophy Now - a magazine of ideas" ist jetzt erschienen. Dafür schrieb Anja Steinbauer einen großen Artikel: "Ethics versus Morality". Der Stanford-Sinologe Thomas Metzger räsonniert ferner über "Western Philosophy on the Defense" - in der Verteidigung gegen die chinesische Philosophie der Gegenwart nämlich.
Anja Steinbauer ist Doktorandin am ChinaS. Sie vollendet gerade ihre Doktorarbeit über einen chinesischen Denker des 20. Jahrhunderts. Zugleich ist sie -vor allem für die asiatischen Philosophien zuständige- Mitherausgeberin dieser Zeitschrift und Präsidentin der britischen Gesellschaft "Philosophy for All", die zu den Wegbereitern der auch in Deutschland gegenwärtigen Philosophie-"Welle" gehört. Das Heft zeigt Anja St. noch mehrmals - in Wort und Bild, sogar als "cover girl".

chinas1
 
 

Freitage in Münster

Auch im Sommersemester 2000 wird Dr. Zhu Jinyang vom ChinaS wieder einen Lehrauftrag am Ostasiatischen Institut der Universität Münster wahrnehmen und dort, zusätzlich zu seinen Aufgabenn in HH, den Studenten Chinesisch beibringen. Eine vergleichbar kompetente Lehrkraft hierfür ließ sich in Münster bisher nicht finden, und deshalb wird, wie schon vorher, Dr. Zhu monatelang jeden Freitag nach dort fahren. Das ChinaS in HH und das dortige sinologische Seminar sind schließlich seit vielen Jahren eng verbunden.
Zwischendurch mußte Dr. Zhu am 10. April auch noch nach Bonn fahren. Dort fand beim Deutschen Akademischen Austauschdienst die Auswahl unter den Bewerbern für ein Taiwan-Stipendium statt. Zhu nahm die dazugehörigen Sprachprüfungen vor.

 
 
chinas2  

Hungerherzen

Für ein internationales Symposium vom 19. bis 21. Mai an der Universität Tübingen -nachträglich zum 100. Geburtstag des bedeutenden chinesischen Literaten Wen I-to (24.11.1899 bis 15.7.1946)- wurde Dr. Ruth Cremerius vom ChinaS zu einem Vortrag eingeladen. Wen I-to war einer der bedeutendsten Vermittler westlichen Gedankenguts nach China. Cremerius wird unter dem Titel "Blood, sweat and tears literature" vor allem zu Wens und anderer Dichter Werke über Rikschakulis sprechen. - "Das Herz, es ist ein Hunger", lautet das Motto für eine öffentliche Lesung aus Werken Wen I-tos anläßlich dieser Tagung. Es gilt auch für "seine" Rikschakulis.

 
 

Lauter Vorlesungsverzeichnisse

chinas3

 

Am 1. April 2000 lag das Vorlesungsverzeichnis der Uni HH für das am 3. April beginnende Sommersemester in den Dienst- und Geschäftszimmern der Institute immer noch nicht vor.

Immerhin gab es schon das "Frauen-Vorlesungsverzeichnis", ebenso das Vorlesungsverzeichnis für die Kontaktstudien älterer Erwachsener. In beiden erscheint auch das ChinaS.

Solche Sondervorlesungsverzeichnisse sind mit einem großen Aufwand an Zeit und Mitteln verbunden:

  • Mehrseitige Anfragen erreichen alle Lehrenden der Uni HH: Ob eines ihrer Lehrangebote für die Aufnahme geeignet sei?
  • Diese beantworten die Anfrage oder werfen sie in den Papierkorb.
  • Nach den Meldungen für das Gesamtvorlesungsverzeichnis erreichen einzelne Lehrende spezifizierte Anfragen, meist zweiblättrig, ob sie diese oder jene Lehrveranstaltung für eine Aufnahme kommentieren könnten,
  • ...und am Ende wird daraus dann eine Broschüre, vielhundertfach gedruckt und gratis verteilt.

Vielleicht heiligt der Zweck hierbei immer noch die Mittel. Andere Organisationsformen würden wohl Zeit, Geld und Papier sparen. Immerhin sind diese Sondervorlesungsverzeichnisse stets lange vor Semesterbeginn erhältlich und erlauben Orientierungen - dank des Einsatzes der Zuständigen, meist Teilzeitbeschäftigten. Die festangestellten oder gar beamteten Zuständigen für das Gesamtverzeichnis der Uni HH schaffen das nie.

 

Auch in dem Verzeichnis der Veranstaltungen für den Hochschulsport erscheint China - mit den Drachenbootpaddlern, deren Trommelschläge schon seit vierzehn Tagen wieder über die Alster hallen. Dieser Gemeinschaftssport mit vielhundertjähriger Tradition in China erfreut sich auch hierorts immer größerer Beliebtheit.

Am 3. April traf dann tatsächlich das Gesamtvorlesungsverzeichnis im ChinaS ein - in neuem Gewand. Das Deckblatt wird durch das neue Logo der Uni HH geziert. Nicht jeder ist über dieses sehr glücklich. - Die Lehrveranstaltungen des ChinaS sind über dessen Homepage einsehbar.

chinas4
 

Bewahrte Vietnamistik

Als am 16. Juni 1999 im Bibliotheksraum der Abteilung für Thaiistik und Vietnamistik des ChinaS 65 Teelichter flackerten, war das nicht nur ein Anlaß zur Freude für den Jubilar, Professor Dr. Duy-Tu Vu. Für diesen Zeitpunkt seines Eintritts in den Ruhestand stand seine Professur für Vietnamistik im Sparprogramm der Uni HH seit langem ganz oben.
Ende März 2000 wurde diese Stelle jedoch zur Neubesetzung freigegeben. Die zuständigen Instanzen der Uni hatten sich überzeugen lassen, daß das Fach Vietnamistik im Verbund der Asienfächer ein wesentliches Glied sei. Führende Vertreter der Hamburger Asienwirtschaft hatten zusätzlich betont, daß die Vietnamistik auch zu den "Standortfaktoren" der Freien und Hansestadt gehöre.

 
 
chinas5

Frischgebackener Doktor

Nach einer angeregten Disputation wurde am Freitag, dem 7. April, 2000, Punkt 16 Uhr, der Magister Thomas Sturm, zum Dr. phil. promoviert. Seine Doktorarbeit, die bei dieser Gelegenheit zu verteidigen war, hatte die sogenannte neorealistische Erzählliteratur behandelt. Diese erlebte in der VR China um 1990 eine kurze Blütezeit.

Thomas Sturm (* 1969) war seinen Sinologie- und VWL-Studien in Freiburg und Hamburg nachgegangen. 1991/1992 studierte er in Dalian, China, und legte 1995 sein Magisterexamen ab. Er arbeitet als Regional Manager beim Ostasiatischen Verein, Hamburg.

 
 

Gastprofessor aus Taiwan

Aufgrund eines Partnerschaftsabkommens mit der Uni HH entsandte die renommierte Taiwan National University Professor Dr. Pei-Jung Huang für ein Semester an das ChinaS. Er wird hier drei Monate lang Lehrveranstaltungen aus seinem Spezialgebiet, der älteren chinesischen Literatur, halten, darunter auch zu dem Kultklassiker I-ching, "Buch der Wandlungen". Univizepräsident Profesor Dr. Dr. h.c. W. Hartmann gab Professor Huang am Freitag, dem 7. April, anläßlich seines Eintreffens ein Mittagessen. An diesem nahmen auch Generaldirektor Dr. Huang vom hiesigen "Taipei Wirtschafts- und Kulturbüro" sowie Angehörige der Univerwaltung und des ChinaS teil.

 
 
Hauptseite Suche & Archiv Impressum