Hamburger China-Notizen: zum Anfang Nr. 2 China-Hamburg jetzt und einst ChinaS jetzt und einst ChinaS
jetzt und einst
Notizen von einem nächtlichen Schreibtisch Deutsche Chinatexte
 

Ehrung für Zhu Jinyang

Dr. Zhu Jinyang (* 1955), Lektor am ChinaS, wurde von der Regierung der VR China für seine Verdienste um die Verbreitung des Chinesischen im Ausland als "Hervorragender Lehrer des Chinesischen" ausgezeichnet. Diese Ehrung gilt nicht nur seinem Sprachunterricht, sondern auch seinen Forschungen zum deutsch-chinesischen Sprachvergleich.

Ein weiterer Grund für diese Auszeichnung war wohl auch, daß der offizielle chinesische Sprachtest, Hanyu shuiping kaoshi, nach Testprüfungen in Ostasien in Europa erstmals ins Hamburg durchgeführt wurde: 1994, mit über hundert Teilnehmern. Seither erringen Studierende des ChinaS immer wieder erstrangige Plazierungen bei diesen Prüfungen - und damit verbundene Stipendien. - Dr. Zhu lehrt seit 1992 am ChinaS.

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Chen Xiaoyong

Peking blickt auf Chen Xiaoyong

Die Januarausgabe des Pekinger Kulturveranstaltungsführers "artstoday.com" wurde mit einem Porträt von Chen Xiaoyong aufgemacht. Im Innern des Heftes folgen ein großer Artikel über dessen Wirken als Komponist moderner Musik und ein Interview.

Chen Xiaoyong (* 1955) war als Dreißigjähriger nach Hamburg gekommen, um bei Meistern wie G. Ligeti moderne Kompositionslehre zu studieren. Bald folgten erste Aufführungen seiner Werke, so bei dem berühmten Festival moderner Musik in Donaueschingen. 1995 wurde ihm das Hamburger Bach-Stipendium zugesprochen.

Im Jahre 1998 veranstaltete die Hamburger Sinologische Gesellschaft (HSG) ein vielbeachtetes großes Konzert mit seinen Werken. Die Produktion einer CD und die Veröffentlichung einer größeren Schrift über ihn ("Mitteilungen der Hamburger Sinologischen Gesellschaft" Nr. 8) waren damit verbunden. So wurde man auch in Peking auf diesen chinesischen Komponisten in Deutschland aufmerksam.

Chen Xiaoyong ist seit einer Reihe von Jahren, genauer: seit 1987, als Lehrbeauftragter am Sprachuntericht des ChinaS beteiligt.

 

Koreanisten auf Reisen

Während eines Aufenthaltes an der renommierten Hervard University wird Professor Dr. Werner Sasse, Leiter der Abteilung für Koreanistik des ChinaS, dort Anfang April 2000 einen Vortrag halten. Thema: "Chinese-Korean language contact and traditional grammatical scholarship in Korea".

Mitte Juli nimmt seine Assistentin, Dr. Jung-Hee An, an der "12th International Conference on Korean Linguistics" teil. Auch sie wird über ein sprachwissenschaftliches Thema -"One more negation in Kyunya-Hyangga"- vortragen.

 
 

Präzise Einzelheiten

Wolfgang Franke: Im Banne Chinas

Wolfgang Franke, (* 1912), der von 1950 bis 1977 das ChinaS entscheidend gestaltete, veröffentlichte jetzt den zweiten Band seiner Autobiographie. Der erste, unter dem gleichen Titel, war 1995 erschienen. Den Hauptteil dieses zweiten Bandes bilden, in ganz engem Sinne, Erinnerungen an die Gegebenheiten der eigenen Person und des ChinaS in der Zeit seines Wirkens in Hamburg, ebenso an die dazwischenliegenden und nachfolgenden langen Auslandsaufenthalte.

Noch weniger als bei dem ersten Teil seiner Erinnerungen würde der Leser vermuten, daß ein in der Sinologie als Historiker bekannter Gelehrter sie verfaßt hat. Als Quelle zur Seminargeschichte und, in Teilbereichen, auch der Universität Hamburg ist das Buch eine aufschlußreiche Quelle, ebenso zur Geschichte der Sinologie in Deutschland. In die Amtszeit des Autors fallen schließlich in allen drei Bereichen einschneidende Veränderungen. Deshalb registriert der Historiker nicht ohne Vergnügen, daß -nach Ausweis der Dokumente- in der kritischen Zeit der "Kulturrevolution" und der nachfolgenden 1968er Zeit Franke seine Verlautbarungen als Seminardirektor als "Vorsitzender" unterzeichnete.

Wie das immer bei solchen Lebenserinnerungen ist - mancher wird etwas darin zurechtrücken wollen. Ein ausführliches Schriftenverzeichnis ist dem Band eingegliedert.

Zur Freude des ChinaS findet Wolfgang Franke noch in jedem Sommer die Zeit und die Kraft, von seinem Alterssitz in Kuala Lumpur einmal zu Verwandten und Freunden in Deutschland zurückzukehren. Bei diesen Gelegenheiten besucht er auch das ChinaS, in gänzlich veränderten Zeiten. Mögen ihm dafür Zeit und Kraft noch viele Jahre eignen.

 

Botschaft Online

Die deutsche Botschaft in Peking wirbt für ihren neuen Informationsdienst, der ab sofort unter der Adresse http://www.dtbotschaftpeki.org.cn geschaltet ist. Er soll ein weitgefächertes Angebot an Informationen zu allen möglichen Sachgebieten umfassen, ferner Pressemitteilungen, Links zu anderen Institutionen und Hilfestellungen bei Visanträgen anbieten.

 
 
 

Training Network China (North)

Wegen fühlbaren Mangels an qualifiziertem Personal haben vierzehn namhafte deutsche Chinafirmen ein Ausbildungsprogramm aufgebaut, das über eine eigene Website abgewickelt wird. In diesem sind mehr als 600 einzelne Aus- und Weiterbildungsprogramme vorzufinden - von einem zum Braumeister über Sprachkurse bis hin zum interkulturellen Management. Informationen sind über www.trainingnet.org.cn oder über www.ahkbj.org.cn verfügbar.

 
 
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