Hamburger China-Notizen: zum Anfang Nr. 1 China-Hamburg jetzt und einst ChinaS jetzt und einst Notizen von einem nächtlichen Schreibtisch Deutsche Chinatexte Deutsche Chinatexte
 

Feng-shui überall
- Die jüngste deutsche Chinawelle kam im Supermarkt an -

Vor fünf Jahren kannte kaum jemand in Deutschland den Ausdruck feng-shui, "Wind und Wasser". Er bezeichnet die altchinesische Version der auch im Abendland bekannten Geomantik. Seither überschwemmte plötzlich eine unübersehbare Fülle von Büchern zu diesem Thema den deutschen Büchermarkt. Allmählich kam das Thema dann auch in die Zeitschriften, zunächst die auf Hochglanz, und die Zeitungen - ohne viel Sachkenntnis, denn wer kennt hier schon das chinesische feng-shui? Einige von dessen Grundvorstellungen wurden einfach auf hiesige Verhältnisse umgebogen.

Jetzt brachte endlich auch die Hauszeitschrift der Supermarkt-Kette SPAR in ihrem Märzheft einen Beitrag zu diesem Thema (siehe Bild). Nach Hausfassaden und Gärten wurden auch schon Hotelzimmer und Büros nach angeblich altchinesischen Weisheiten umgestaltet. Neuerdings kann man mit feng-shui sogar schlank werden. Der entsprechende Ratgeber empfiehlt Mais mit Petersilienwurzel als diesbezügliche Köstlichkeit. Die FAZ sah feng-shui im taiwanesischen Wahlkampf wirken, und "bella" brachte das "Große Feng Shui-Horoskop", gleich nach "Schweinefilet Bombay". Bald gibt es gewiß auch ein "Feng Shui" für die Liebe.

All das hat mit altchinesischen Weisheiten nichts zu tun, aber manches hört sich trotzdem vernünftig an - und schafft kleine neue Märkte. Überall wirken schließlich Wind und Wasser. Natürlich gibt es auch das Wort "Mensch und Umwelt sind eins" bei den "Weisen" des Alten China nicht. Es klingt dennoch schön.

 
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