Hamburger China-Notizen: zum Anfang Nr. 44
23. Dezember 2006
China-Hamburg jetzt und einst ChinaS jetzt und einst Notizen von einem nächtlichen Schreibtisch Notizen von einem
nächtlichen Schreibtisch
Deutsche Chinatexte
 
 

 Zum Ausklang III
Thüringische Befindlichkeiten 1: Weimar – selbstgefällig

Anfang Oktober liegt über den Auen des Flüßchens Ilm am Morgen ein leichter Nebelschleier. Vom Hilton-Hotel führt durch sie ein angenehmer Weg in das Zentrum von Weimar, der deutschen Klassikerstadt. Vor Goethes Gartenhaus, einsam in diesen Auen gelegen, ist schon vor ferne eine Gruppe von jungen Frauen und Männern zu erkennen, die auf den Rücken Poster tragen. Wofür, wogegen wollen die hier wohl demonstrieren?

Diese fünfzehn, zwanzig jungen Menschen stammten aus Stuttgart. Sie waren, um einen Lehrer oder Professor geschart, in Görlitz zu einer Fußwanderung aufgebrochen, die sie am Ende wieder nach Stuttgart führen sollte: knapp 700 Kilometer. Heute stand ihnen die ungefähr dreißig Kilometer lange Strecke zwischen Weimar und Erfurt bevor.

Auf ihren Rückenpostern warben sie um Impulse für Aufschwünge Deutschlands in jeder Hinsicht. Ausgewählte Spaziergänger baten sie eigens, ihnen eigene Vorstellungen darüber schriftlich zu übermitteln. Sie wollten ein Buch daraus machen und hofften, daß viele ungewöhnliche Vorschläge zusammenkämen. – Das war ein Beispiel für ein ungewöhnliches privates Engagement.

Einige hundert Meter weiter in Richtung Stadt hockten vier junge Menschen, zwei Paare augenscheinlich, auf einer kleinen Mauer und frühstückten. Die eine junge Frau schnitt von einem stattlichen Käsestück dicke Scheiben ab und reichte sie den Gefährten, während der Mann neben ihr in entsprechender Weise einen Brotlaib traktierte. Eine Flasche Mineralwasser stand zwischen den Vieren, nichts sonst. – Das war ein Beispiel für bescheidene Lebensführung.

Noch einmal hundert Meter weiter: Ein junger Mann hatte seine Liebste unter die Achseln gefaßt und ließ sie in lebhaften Schwüngen um sich herumfliegen. Sie jauchzte vernehmlich. – Das war ein Beispiel für heitere Unbeschwertheiten.

Von solchen Liebenswürdigkeiten abgesehen – Weimar ist keines Umwegs würdig, der Neugierige sollte lieber einen Weg drum herum machen. Zwar ist das Städtchen wieder hübsch hergerichtet, und viel ließe sich dort betrachten und besichtigen, doch sogar einem Goethe- und Ginkgo-Liebhaber mag all der Goethe- und Ginkgo-Ramsch mißfallen.

Beinahe allen Hotel- und Gastronomie-Unternehmen ist zuvorkommende Freundlichkeit gegenüber den Gästen abhanden gekommen, wenn sie je vorhanden war. Und in den Geschäften, die touristischen Einkäufen bestimmt sind, kommt den Inhabern oder/und Angestellten selten ein Gruß oder ein Dank nach einem Einkauf über die Lippen.

Seitenlang ließe sich über Unverträglichkeiten lästern. Eine Gaststätte, die sich rühmt, daß Goethe einige Monate in diesem Hause genächtigt und gespeist habe, stapelt am Abend in einer Fensternische ihres Speiseraums, unmittelbar neben einem Gästetisch, die nachmittäglichen Sitzkissen aus dem Biergarten und baut vor diesen die Servietten auf, welche sich die Gäste dann der Einfachheit halber selbst nehmen dürfen. So ging das weiter, bis zur Bezahlung der Rechnung! – Einzig im historischen Russischen Café waren Ambiente und Service untadelig.

Weimar

Auch die Stadtverwaltung verschließt vor vielen Dingen offenbar die Augen. Sogar der Markplatz, im Grunde doch ein Schmuckkästchen – eine riesige, obszön anmutende Darstellung einer Thüringer Bratwurst prägt unübersehbar das Bild. Das Wichtigste an Weimar läßt sich an zwei, drei Nachmittagen betrachten. In der Umgebung liegen mehrere hübsche Städte. Dort ist die Freundlichkeit größer, und die Übernachtungen und Speisen sind billiger. Ja, auch das noch: Die meisten Weimarer Köche bringen offenbar nur die ewig gleichen zehn Standardgerichte zustande. Goethe hätte schaudernd einen weiten Bogen um ihre Etablissements geschlagen.
 
 
 
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Der Gourmet vom Tigerbach-Berg
 
  Dieser Tigerbach-Berg lag am westlichen Rand des Landstädtchens Yüan-ling in der südchinesischen Provinz Hunan. Dort wurde im Sommer 1999 bei Bauarbeiten für ein Hotel ein hanzeitliches Grab entdeckt, als dessen Grabherr sich dank eines ihm beigegebenen Siegels ein gewisser Wu Yang identifizieren ließ. Eine Notiz in der überlieferten historischen Literatur erwies, daß Wu Yang Titularmarkgraf des schon damals sogenannten Yüan-ling war und daß er im Jahre 162 v. Chr. ins Grab gebettet wurde.

Ein großmächtiger Fürst war Wu Yang nicht. Solche Titularmarkgafen hatten meistens weder herrscherliche noch politische Funktionen, die ihnen bald sogar verboten waren. Aufgrund von Verwandtschaften mit dem Kaiserhaus Liu oder dessen Dynastiegründungs-Verbündeten verlebten sie die Steueraufkommen ihrer Pfründengebiete – die von einigen hundert Haushalten oft, höchstens die von 20.000.

Wu Yang dürfte über ein eher bescheidenes Einkommen verfügt haben. Er erhielt eine Apanage deshalb, wie überliefert, weil er ein Sohn des tatkräftigen Wu Ch'en war, der sich um den Dynastiegründer Liu Pang verdient gemacht hatte. Auch von den Steueraufkommen einiger hundert Familien läßt sich allerdings angenehm leben.

Das tat anscheinend Wu Yang, Titularmarkgraf von Yüan-ling. In seinem aus Bohlen gefügten Sarkophag, der nach Länge, Breite und Höhe ungefähr 6,9 mal 3,9 mal 3,6 Meter maß, und in Seitenkammern zu ihm fanden sich über 140 große Tongefäße, dazu eine vergleichbare Zahl von Gefäßen, die in Lacktechnik ausgeführt waren. Sie dienten dazu, Speisen und Getränke für die Jenseitsreise aufzunehmen. Dazu paßt, daß sich im Grabe auch zwei große Tische befanden, ebenfalls in Lacktechnik ausgeführt. Besonders auffällig in diesem Grabe waren die 101 sogenannten Ohrenschalen. Diese Schälchen dienten dem Genuß von alkoholischen Getränken, und die 56 im Grab gefundenen Figürchen von Dienerinnen und Dienern sollten daran erinnern, daß Wu Yang sich bei seinen Gelagen angemessen aufwarten ließ.

Wasserpavillon

Zur Grabausstattung gehörte auch eine kleine Grabbibliothek. Sie war, nach dem Brauch der Zeit, auf Bambusstreifen niedergeschrieben und umfaßte 1336 solcher Streifen. Noch ist diese Grabbibliothek nicht wissenschaftlich bearbeitet, doch schon jetzt ist klar, daß ein Text mit dem Titel Mei-shih fang, "Rezepte für schönes Essen", ein knappes Viertel dieser Grabbibliothek ausmachte.

Leider hat dieser Teil der Grabbibliothek die beinahe 2.200 Jahre im Grab nicht unbeschädigt überstanden, doch er scheint richtige, nachkochbare Rezepte zu bieten. Die verwendeten Fleischarten reichen vom Pferd bis zur Gans, schließen auch die Innereien ein, zum Beispiel Hirschmägen. Eine Reihe von Gemüsen erwähnt diese Schrift, mehrere Arten von Alkoholica kommen hinzu, auch Gewürze fehlen nicht – und sogar die Sojasoße kommt vor. Das erste chinesische Kochbuch ist dieser Text, der bisher ganz unbekannt war.

Die Grabausstattungen stehen in der Regel in enger Beziehung zu der Lebenswirklichkeit des Toten. Sie sollen diese vor dem Jenseits dokumentieren, damit dem Toten dort eine vergleichbare Position zugewiesen werde. Besonders genau scheinen die Grabtexte zu der Persönlichkeit des Toten zu passen, obwohl sich solche Zusammenhänge selten leicht erschließen lassen. Die Grabausstattung des Wu Yang läßt allerdings nicht viel Raum für Deutungen, so geschlossen erscheint sie: Er war ganz einfach ein früher Gourmet, möglicherweise ein Gourmand, und das wollte/ sollte er auch im Jenseits bleiben. Auf Erden hatte er jedenfalls keine Nachkommen, und sein Titularmarkgrafentum wurde aufgehoben. – Die Abbildung zeigt ein hanzeitliches Fest.
 
 
 
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Orangenfreund
 
  Mancher Deutsche mag sich daran erinnern, daß dereinst jede einzelne Orange, die er erwarb, in Seidenpapier gehüllt war. Nicht selten waren diese zarten Papiere bunt bedruckt, und nicht nur kleine Mädchen sammelten sie. Derart pfleglich behandelt, brachten bereits um das Jahr 1700 portugiesische Kauffahrer diese Frucht aus China nach Europa; die chinesischen Exporteure, die ganz Südostasien mit diesen süßen Früchten versorgten, hatten diesen Brauch eingeführt. Die Seidenpapiere unterstrichen auch den Wert der einzelnen Frucht.

Vielleicht hatte schon Han Yen-chih die Orangen in solchen Umhüllungen kennengelernt, als er im Jahre 1178 schrieb: "Als Mensch aus dem Norden hatte ich mein ganzes Leben lang bedauert, daß ich die Orangen niemals blühen sah. Manchmal konnte ich die Früchte auf den Marktschiffen kaufen, doch das waren nie die besten Sorten. Wie hätte ich je die Orangen vom Berge Ni kosten können!"

Dan wurde dieser Nachfahr einer alten Würdenträgerfamilie als Gouverneur nach Wen-chou versetzt, im heutigen Chekiang – und dort lag auch dieser Berg Ni, eher ein Hügel, ohne schroffe Hänge oder schattige Täler, aber auch ohne jeden Windhauch. Dort gediehen, weiß Han Yen-chih, die besten Orangen, und schon zwei, drei Meilen entfernt fielen Duft und Geschmack der Früchte deutlich ab.

In Wen-chou wird Han Yen-chih nicht nur zu einem Liebhaber der Orangen, sondern zu ihrem Kenner, wie das Chü-lu, "Aufzeichnungen über die Orangen", das er im Jahre 1178 abschloß, erweist. Alles interessiert ihn an diesen Früchten! Allein 28 Arten oder Varietäten unterscheidet er, die sich aber nur vorsichtig mit heutigen vergleichen lassen; er interessiert sich für den Anbau, die Vermehrung, den Schutz vor Schädlingen, die Ernte und die Aufbewahrung. Schon zu seiner Zeit wurden die Früchte, die auf dem Wasserwege nach Nordchina transportiert werden sollten, noch grün von den Bäumen genommen. Von Seidenpapier-Umhüllungen sagt er aber wohl nichts.

In Lobeshymnen und -gedichten hatten schon Frühere die Orangen besungen, doch dieses Chü-lu ist die erste systematische Darstellung dieser Frucht auf der Welt. Han Yen-chih erzählt auch, wie es zu dieser Schrift kam: Ein Freund habe ihm gesagt: "Die Delikatesse der Orange ist nicht geringer als die der Litchi, doch während es über diese und die Päonien bereits Traktate gibt, gibt es für die Orangen keinen – und Sie sind von ihr doch so angetan! Das sieht beinahe so aus, als ob die Orange auf Sie gewartet hat."

Orangen Ältere Notizen über die Orangen hatte Han gesehen, doch vor allem kostete er sie in allen möglichen Formen und hörte sich auch sonst um. Sogar die Cumquats, die er Goldorangen nennt, lernte er kennen. Über diese schreibt er unter anderem: "Man ißt sie, ohne ihr goldenes Gewand zu entfernen. In Honig eingelegt, entwickelt sich ihr Duft noch besser." Er preist ihren Glanz und nennt sie kostbar, weiß aber auch, daß die Cumquats in der Hauptstadt wenig beliebt gewesen seien. Erst eine Gemahlin des Kaisers Jen-tsung (1025-1060) habe sie populär gemacht – was zu einem heftigen Preisanstieg führte.

Die herrlichen Orangen vom Berge Ni hat Han Yen-chih wahrscheinlich in großer Zahl verzehrt, doch ebenso wahrscheinlich hat er nicht eine einzige selbst gepflückt. Nicht ohne ein Anflug des Bedauerns schreibt er: "Es gibt eine Regelung, derzufolge der Gouverneur die Stadt nicht zu seinem Vergnügen für eine längere Reise verlassen darf, und so hatte ich keinen Beweggrund, mich mit Freunden zu den duftenden Orangenhainen am Berge Ni zu begeben und in ihnen Wein zu trinken."

Auch ein hoher Würdenträger unterliegt Beschränkungen, doch Han fand eine Möglichkeit, den Genuß dieser köstlichsten aller Orangen mit dem Genuß des Weines zu verbinden. Die erwähnten Freund versorgten ihn mit frischen Früchten von dort. – Wie abgebildet, stellte ein Holzschnittkünstler im 19. Jahrhundert sich eine "Tributgesandtschaft" im Altertum vor, die dem Kaiserhof Orangen darbrachte.
 
 
 
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Orangenwettstreit
 
  Das wettlustige Chinesenvolk hat alle erdenklichen Möglichkeiten gefunden, diesem Vergnügen zu frönen. Wenn ehedem einige Männer einen Früchtehändler, der auf der Straße Orangen verkaufte, umringten, dann ging es meistens darum. Der Händler wählte eine Orange aus, die Wetter beäugten sie sorgfältig und dann wetteten sie – wieviel Samenkerne in ihr steckten. Sogar in den als kernlos bekannten Sorten steckten hin und wieder zwei, drei. Sodann schälte der Höker die Orange, öffnete die Segmente und zählte die Kerne vor. Der Sieger erhielt das Dreifache seines Einsatzes, die beiden nächsten etwas weniger, und alle labten sich anschließend an der zerlegten Frucht.

Einen Wettstreit ganz anderer Art beschrieb Su Tung-p'o (1036-1101) in seinem kurzen Text: "Überlieferungen über Huang Kan und Lu Chieh": Zwei zurückgezogene Gelehrte mit solchen Namen kommen an den Hof des Königs von Ch'u und machen dort Karriere. Bald geraten sie wegen des Problems, wem von ihnen der Vorrang gebühre, aneinander. Als der König von Ch'u zwei Gesandten aus dem Staate Ch'in auf der Terrasse von Chang-hua, "Blütenglanz "o.ä., ein Festmahl und Gelage gibt, kommt es zum Eklat.

Beide Herren sind sonst unbekannt, doch aufgrund der Staatsnamen müßten sie im 4./3. Jahrhundert v. Chr. gelebt haben. Lu Chieh fordert Huang Kan zu einem Wettstreit über die jeweiligen Verdienste heraus, und zweimal muß der die Überlegenheit des anderen anerkennen. Dann holt Huang Kan zum Gegenschlag aus: "Jedes Jahr, wenn die Gouverneure ihre Kuriere losschicken, damit sie in das Goldene Tor ziehen und zur Jadehalle emporsteigen", beginnt er und sagt, diese Kuriere brächten dem König solche Früchte wie Litchis, Pflaumen und Datteln, und an wen sich der Hofstaat dann halte – an ihn Huang Kan oder den Konkurrenten? Lu Chieh gibt sich geschlagen und scheidet krankheitshalber aus dem Amt.

Spätestens bei diesem "Gegenschlag" merkt der Leser, daß hier nicht zwei Hofbeamte streiten, sondern unter deren Namen zwei Früchte: die kan-Orange und die chieh/chü-Orange. Für die Schreibung als Personennamen strich Su Tung-p'o bei den Schriftzeichen für die Früchte lediglich das Radikal "Baum".

Orange

Literarische Camouflagen dieser Art sind seit der T'ang-Zeit bekannt. Vordergründig schreiben sie biographische Überlieferungen zu einer Person nieder, hinter denen sich ein allgemein bekanntes Ding jedweder Art verbirgt, auf das dann viele Einzelheiten anspielen – voller Witz. In einer weiteren Hintergrundtiefe steckt oft noch eine allgemeine politische Kritik.

An witzigen Einzelheiten fehlt es auch bei Su Tung-p'o nicht. Der Name Huang Kan läßt sich leicht als Herr "Gelbsüß" verstehen, Lu Chieh wohl als "Landglück". Der Name des Staates Ch'u bedeutet ungefähr "Dornbusch", und auch die Orange hat Dornen, während der Staatsname Ch'in ursprünglich eine Kornfrucht oder ein Duftkraut bezeichnete. Wenn dann Huang Kan "in der Verborgenheit" am Berge Ni gelebt hatte – dort gediehen die besten Früchte dieser Art. Schon der Dichter Ssu-ma Hsiang-ju (um 179-vor 111) kannte diese "Gelbsüße", und Su Tung-p'o fallen noch viele heitere Anspielungen ein.

Den Wettstreit der Orangen entscheidet er, wie Han Yen-chih, zugunsten der "Gelbsüße", doch auch auf die gattungsspezifische allgemeine Kritik verzichtet er nicht. Am Ende schlüpft er in das Gewand des Geschichtsschreiber Ssu-ma Ch'ien (um 100 v. Chr.) und kommentiert den eigenen Text als t'ai-shih kung, der "Herr Großhistoriograph". Auch hier verschlüsselt er einiges, doch er zitiert auch klar und deutlich eine "Überlieferung": "Ein Mädchen, sei es schön oder häßlich – kommt es in den Palast, ist es der Eifersucht ausgesetzt. Ein Gelehrter, ob würdig oder nicht – kommt er an den Hof, wird er beargwöhnt."

Als hübsche Literatenspäße erscheinen solche mehrbödigen Texte, doch vielleicht kam ihnen auch eine tagespolitisch-aktuelle Bedeutung zu. Bei Su Tung-p'o ist das allemal zu argwöhnen.
 
 
 
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Liebhaber der Litchi
 
  Ein gewöhnlicher Gartenfreund war Ts'ai Hsiang (1009-1064) gewiß nicht, sondern vor allem ein herausragender Würdenträger des Sung-Reiches, ein tatkräftiger zumal. Als er einmal für kurze Zeit in seiner Heimat Dienst tat, ließ er eine kilometerlange Steinbrücke errichten, und auf mehreren hundert Kilometer Straßen ließ er Bäume anpflanzen, damit sie den Reisenden Schatten spendeten.

Unsterblich blieb Ts'ai Hsiang allerdings für etwas viel unansehnlicheres, eine kleine Schrift mit dem Titel Li-chih p'u, "Verzeichnis der Litchis", die er einige Jahre vor seinem Tode vollendete und die wenig mehr als 2.000 Schriftzeichen umfaßt. Sie stellt einen "Klassiker" über diese köstliche Frucht dar, deren Heimat tatsächlich Südostchina ist, von wo aus sie sich anscheinend erst im 19. Jahrhundert in das weitere Asien und nach Amerika ausbreitete. Ihr botanischer Name ist Litchi sinensis, sie gehört zu den Seifenbaumgewächsen. Chinesische Haselnuß ist eine ältere Bezeichnung für sie.

Hsing-hua (Fukien), die Heimatpräfektur des Ts'ai Hsiang, liegt in den Stammgebieten der Litchi, und so weiß er einiges über sie zu erzählen: Am Anfang der Han-Zeit schon habe der dortige Regionalherrscher Chao T'o Litchi-Früchte in die Hauptstadt gesandt, der Hofdichter Ssu-ma Hsiang-ju habe sie gepriesen – und dann sei ein Kurierdienst eingerichtet worden, um den Kaiserhof damit zu versorgen. Später, in der T'ang-Zeit habe die kaiserliche Konkubine Yang Kuei-fei sich ihrer erfreut; ein Dichter wie Po Chü-i pries beide.

"Unter allen Früchten ist sie die herausragendste", weiß Ts'ai Hsiang, und von allen Vorkommensgebieten weise seine Heimat die meisten dieser zehn Meter hohen Gewächse auf. "Im Besitz einer einzigen Familie sind bis zu zehntausend Exemplare." Das sieht schon beinahe nach Plantagenanbau aus, und die konservierten Früchte würden, zu Wasser oder zu Lande, bis nach Korea und Japan vertrieben. Natürlich kennt Ts'ai Hsiang auch die Art ihrer Konservierung.

"Der Verzehr der Litchi ist dem Menschen förderlich", meint er anderseits nüchtern und stellt fest, wer tausend Früchte verzehre, werde nie krank. Im gleichen Atemzug führt er einen früheren Autor an, der sogar von einem "Litchi-Unsterblichen" gesprochen habe. Manche Bäume, sagt er, seien dreihundert Jahre alt, und ihre Zweige und Blätter prangten dennoch.

Der wichtigste Teil des Li-chih p'u ist der siebte und abschließende. In ihm nennt Ts'ai Hsiang 32 ihm bekannte Arten und beschreibt sie nach Aussehen, Farbe, Größe der Frucht und ähnlichen Kategorien. Dabei gelten ihm die zwölf erstgenannten als, in ihrer Reihenfolge, besonders qualitätvoll, während er die zwanzig übrigen nicht als dermaßen qualifiziert verstanden haben will. Die Namen zeigen, daß diese Arten Züchtungen waren, die bestimmte Regionen oder Familien hervorgebracht hatten, doch auch seltsame zeigen sich. Die "ochsenherzige" heiße so nach der Gestalt ihrer Frucht, und die Generals-Litchi sei vor hundert Jahren durch einen solchen Würdenträger angebaut, sein Name allerdings vergessen worden.

Auch eine Reihe von Gedichten über die Litchi schrieb Ts'ai Hsiang, wie seine Dichterfreunde Fan Ch'eng-ta und Ou-yang Hsiu, die ihrerseits manchen Pflanzen besonderes Augenmerk und ihren Lieblingen ebenfalls solch einen Traktat widmeten. Ganz klar ist nicht, was diese Würdenträger und Dichter bewog, sich solcherart ihrer Pflanzenlust hinzugeben. Bei Ts'ai Hsiang gehörte sicher ein gehöriges Stück Heimatstolz dazu: Welche Köstlichkeiten verdankt China seinem Süden!
 
 
 
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Bürgerliche Lebensfreude
 
  Unter dem Gedicht am rechten Bildrand, das vom beginnenden Frühling spricht, steht: "Von Herrn Liang-hsien geschrieben." Dieses Liang-hsien ist klärlich kein Familienname, sondern ein Rufname oder ein erst im Jahr der Großjährigkeit angenommener Mannesname. Andere vergleichbare Farbholzschnitte signierte er jedoch mit anderen Namensformen, und diesen läßt sich entnehmen, daß er den Familiennamen Ting hatte und in Suchou wirkte, das er mit einem Namen aus dem Altertum Ku-su nannte. Sonnst ist über diesen Herrn Ting nichts bekannt. Wahrscheinlich gehörte ihm oder seiner Familie eine Druckwerkstatt, gegen Ende des 17. Jahrhunderts.

Als chinesisches Venedig wurde Suchou im 20. Jahrhundert oft gerühmt, wegen seiner Kanäle und der Spuren vergangenen Reichtums. Früher hieß es in China: "Was oben der Himmel ist, das sind auf Erden Suchou und Hangchou." Die vielgerühmte Schönheit seiner Frauen, der Wohlstand der Kaufleute, die Heiterkeit und der Prunk der Lebensführung dort rechtfertigten solchen Lokalstolz.

Zahlreiche Künstler lebten damals im Suchou – so viele, daß schon 1563 ein gewisser Wang Chih-teng eine "Chronik der Malerei in der Provinz Wu", zu welcher Suchou gehörte, verfaßte. Vielgerühmte Künstler sind darin behandelt: Wen Cheng-ming, T'ang Yin, Ch'iu Ying, Shen Chou, die größten Künstler ihrer Zeit, und manche von ihnen hielten sogar das städtische Treiben in den Gassen und Anwesen von Suchou in ihren Werken fest.

Diese Farbholzschnitte in der Offizin des Herrn Ting Liang-hsien entstanden in einem überaus komplizierten Druckverfahren. Die kräftigen Farben wurden in zwölf Druckvorgängen direkt auf das Papier gebracht, während zehn weitere Farbtöne durch Überdrucken zweier oder mehrerer Farben erzielt wurden – ein technisch aufwendiges Verfahren, das handwerkliche Meisterschaft voraussetzt.

Deshalb weckten diese Blätter sofort Aufsehen, als sie in Europa bekannt wurden. Der westfälische Forschungsreisende Engelbert Kaempfer (1651-1716) aus Lemgo hatte sie im japanischen Nagasaki erworben, höchstwahrscheinlich aus naturkundlichem Interesse. Nach ihm werden die Blätter "Kaempfer-Drucke" genannt, obwohl später noch öfter solche Blätter nach Europa gelangten. Darunter waren auch Nachdrucke und sogar Nachschnitte der ursprünglichen Blätter. Solche wiesen eine deutlich geringere Qualität auf, doch sie zeigen, daß sich solche Drucke großer Beliebtheit erfreuten.

Wie stark stilisierte Stilleben wirken diese Holzschnitte. Auf dem abgebildeten ist eine Büchse mit Schrift- oder Bildrollen zu erkennen, mit Pinsel und Papier, sogar einem Fliegenwedel. Daneben steht ein Räuchergefäß in Gestalt eines Dreifußes, mit der Schachtel voll Räucherwerk daneben. Auf einer Blätterschale davor liegt ein aufgeschnittener Granatapfel, in China wie in anderen Kulturen ein Symbol für Kinderreichtum und Wohlstand. Die Zweige im Hintergrund, in einer emaillierten Vase, bilden die Blüten von Kamelie und Pflaume ab – ein sinnträchtiges Arrangement. Vergleichbare Darstellungen kehren auf Porzellanen aus den kaiserlichen Manufakturen jener Zeit wieder, ähnlich detailverliebt ausgeführt, auch manchmal ebenfalls eine Spur zu bunt.

Als Gruß- und Glückwunschblätter wurden solche Holzschnitte, die offensichtlich zu Bildserien zusammengefügt wurden, verschenkt. Die jahreszeitlichen Feste, auch private Gelegenheiten, Geburten etwa, mögen Anlässe für solche Geschenke gewesen sein, die der Empfänger gewiß nicht achtlos zur Seite legte, sondern statt eines originalen Gemäldes an eine Wand heftete. Die Heiterkeit und Lebensfreude des städtischen Bürgertums von Suchou in jener Zeit sprechen aus ihnen – auch die jenes Herrn Ting, der mit ihnen ein gutes Geschäft machte.
 
 
 
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Goldene Regeln für Trinker
 
  Die "Gespräche" des Konfuzius und die Überlieferungen über dessen hochgeschätzten Nachdenker Meng K'o reihte Yüan Hung-tao (1568-1610) frech unter die "Klassiker des Weins" (chiu-ching), der eigentlich ein milder Kornschnaps war, ein. Und in einem imaginären Ahnentempel für die zu verehrenden Heiligen des Weins wies er Konfuzius den ersten Platz zu.

Ganz unberechtigt war derlei freche Parodierung nicht, doch ganz ernst meinte Yüan Hung-tao das natürlich nicht. Schließlich war er, als er die sechzehn kurzen Abschnitte seines Shang-cheng, "Reglement für die Weinpokale", verfaßte, noch nicht von der Weisheit des Alters angekränkelt. Im Jahre 1606 dürfte das gewesen sein.

Ein strahlendes Talent war Yüan Hung-tao, der aus Kung-an im heutigen Hunan stammte. Bereits in seinem 24. Jahr hatte er die Reichsprüfung absolviert und war sogleich Präfekt in Suchou geworden. Dort räumte er rasch in der korrupten Verwaltung auf, quittierte aber binnen Jahresfrist den Dienst und reiste durch Südchina. Frühe Gedichte und Reisenotizen machten ihn berühmt.

Lange hielt es ihn auch künftig nie in einem Amt, und an Vorbildern in Dichtung und Lebensführung nannte er Ch'ü Yüan, den "Irren von Ch'u", die Sieben Weisen vom Bambushain, Po Chü-i und Su Tung-p'o. Ein ungebundenes Leben schätzten sie alle, und den Freuden des Weins waren sie gleichermaßen zugetan.

"Wann immer getrunken wird", beginnt er sein "Reglement", "einer diene als Präfekt. Er hat über das Angemessene beim Weinausschank zu bestimmen." Geordnet soll es bei einem Gelage der weinverliebten Literatenbeamten, zu denen er gehörte, zugehen. Dieser "Präfekt" hat dann natürlich ein "Gefolge", dessen Zusammensetzung Yüan im zweiten Abschnitt genauer bedenkt.

Als Persiflage erscheint vieles in diesem Werkchen, und der Leser heute kann sich vorstellen, wie einstige Leser sich vergnügt auf die Schenkel schlugen. Manche Sentenz enthält desungeachtet beherzigenswerte Ratschläge: "Trinkt man in gemischter Gesellschaft, ist es angebracht, Zurückhaltung zu üben." Überhaupt soll das trinken kein Selbstzweck sein. Unter den passenden Rahmenbedingungen hierfür weiß er zum Beispiel: "Bei Tage ist es passend, sich unter Blumen zu betrinken, um ihre Leuchtkraft in sich aufzunehmen."

Da spricht der feinsinnige Literat, dem es bei der Dichtung auf starke Eindrücke und Spontaneität ankam. Er und seine beiden Brüder fanden in ihren Werken einen so eigenen Ton, daß sie und ihre Nachfolger als Kung-an p'ai, "Schule von Kung-an", in die Literaturgeschichte eingingen.

Zahlreiche Gelegenheiten zu trinken kennt Yüan, erfreuliche und mißliche, wobei er zu letzteren auch die Sommerhitze und Regenwetter zählt. Ebenso kennt er 13 erfreuliche und 16 unerfreuliche Umstände für das Trinken. Ein knauseriger Gastgeber und hochnäsige Singmädchen sind solche Unerfreulichkeiten.

Mingzeitliches Gemälde, Literaten bei einem Trinkgelage

Allen Großtrinkern der Vergangenheit fühlt Yüan Hung-tao sich nahe und zählt sie auf, während er aus früheren Schriften über den Wein gelegentlich abschreibt. Auf Stil legte er auch sonst Wert: Trinkgefäße aus Jade schätzt er am höchsten, auch mit solchen aus feinem Porzellan freundete er sich an, doch solche aus Gold und Silber erschienen ihm als unangemessen. Für die Kennzeichnung der Qualitätsstufen des Weins nutzt er dann wieder Begriffe der konfuzianischen Lehrtradition: chün-tzu und hsiao-jen zum Beispiel, "Edler" und "Kleiner Mann".

Herbert Butz übersetze dieses Reglement in einer Dissertation. Solchen Schriften, die einen Mittelweg zwischen Literatur und Fachprosa einschlugen, wird gar zu wenig Beachtung gewidmet. Die Abbildung, ein Gemälde aus der Ming-Zeit, zeigt Literaten bei einem Trinkgelage.
 
 
 

 Thüringische Befindlichkeiten 2: Rudolstadt – engagiert

Am Morgen des feiertäglichen Tages der deutschen Einheit wacht das Städtchen Rudolstadt mit seinen 28.000 Einwohnern erst allmählich auf. Immerhin ist schon ein Café geöffnet, in Städten dieser Größenordnung hier nicht selbstverständlich.

Einen ansehnlichen Marktplatz weist Rudolstadt auf, auch ein eindrucksvolles Fürstenschloß aus dem 16. Jahrhundert, ein barockes Schlößchen ebenso, schräg gegenüber der spätgotischen Stadtkirche St. Andreas. Das alles ist einen besichtigenden Rundgang wert. Der Goethe/Schiller-Freund mag sich zusätzlich daran ergötzen, daß die beiden sich hier in der jetzigen Schillerstraße 25 erstmals begegneten, daß Schiller in Rudolstadt seine spätere Eheliebste kennenlernte und daß an dem von G. ungefähr zehn Jahre geleiteten Landestheater hier später Franz Liszt und Richard Wagner auftraten. Ein bißchen Glanz umgab das Städtchen einst.

Polyglott-Ruhm erlangten die "verwinkelten Gassen der Altstadt" – und in diesen zeigt Rudolstadt sein gegenwärtig wahres Gesicht. Zahlreiche einst prachtvolle Bauten siechen und morschen vor sich hin: keine Aussicht auf Restaurierung und Hoffnung. Deutlich erkennbar stehen auch zahlreiche nach der "Wende" wiederhergestellte Häuser ganz oder teilweise leer. Rudolstadt ist nicht nur eine verschlafene, sondern eine sterbende Stadt.

Rudolstadt

Das wär's, wäre da nicht noch anderes. An den Wänden und Fenster vieler verfallender Bauten hängen zahlreiche weiße, bedruckte Blätter und Graphiken aus. Der Nieselregen dieses Vormittags lädt nicht zu ihrem Studium ein, doch dann siegt die Neugier. Diese Poster vereinen die verstreut liegenden maroden Häuser zu einer "Literatur-Meile". Die Bürger der Stadt sind aufgerufen, sich in literarischen Texten mit den Erscheinungsformen dieser sterbenden Stadt auseinanderzusetzen – als Mittel des Kampfes gegen das Siechtum.

Offensichtlich sind viele – und in unterschiedlichsten literarischen Formen – dieser Anregung gefolgt. Der Betrachter möchte gerne einmal alle diese Texte studieren, was nach Lage der Dinge beim Flanieren nicht möglich ist. Aber auch so scheint ihm diese ungewöhnliche "Literatur-Meile" ein zukunftsträchtiges Zeichen zu sein – zur Selbstvergewisserung der Menschen und zu ihrer hartnäckigen und tatkräftigen Ermutigung.
 
 
 

 Thüringische Befindlichkeiten III: Arnstadt – entzückend

Weimar-Enthusiasten werden selten länger als eine Stunde in Arnstadt verweilen, wenn überhaupt. Dabei zählt diese kleine Stadt mit ihren ungefähr 25.000 Einwohnern zu den ältesten deutschen Orten. Schon im Jahre 704 wird es als "Arnestatit" erwähnt. Das Stadtbild ist architektonisch weitgehend geschlossen. Die gotische Liebfrauenkirche ist ein architektonisches Schmuckstück, das die Kirchen in Weimar an Bedeutung weit überragt, ähnliches gilt für das schmucke Rathaus aus dem 16. Jahrhundert.

In Weimar haben bedeutende Musiker gewirkt. Welcher übertrifft jedoch Johann Sebastian Bach, den alle Komponisten und Dirigenten als den größten ihrer Zunft würdigen. In Arnstadt nahm er 1703 bis 1707 in der heutigen Bach-Kirche seine erste Organistenstelle wahr. Ein freches Denkmal vor dem Rathaus erinnert an ihn, und eine Gedenkstätte zeigt einige bedeutende Erinnerungsstücke.

Arnstadt

Nicht ganz kann Arnstadt es mit Weimar aufnehmen, wenn es um die Bedeutung der ihm verbundenen Literaten geht. Der bis heute als Märchensammler bekannte Ludwig Bechstein (1801-1860) und Willibald Alexis (1798-1871), in Deutschland der Begründer des realistischen historischen Romans, wären zu nennen. Vor allem aber die Schmonzetten-Autorin Marlitt (eigentlich: Eugenie John, 1825-1887), die einige ihrer Werke hier spielen ließ und damit noch heute im Stadtbild nachvollziehbar macht.

Sogar für China-Enthusiasten hält Arnstadt einige Sehenswürdigkeiten bereit – so die Puppenstuben-Sammlung "Mon Plaisier" im Neuen Palais. Fürstin Augusta-Dorothea von Schwarzburg-Arnstadt (1666-1751) hatte es sich ihr Vermögen – und mehr – kosten lassen, alle erdenklichen Alltags- und Festszenen in ihrem Residenzstädtchen in Puppenstuben-Formaten nachbilden zu lassen. Ungefähr 80 Schaukästen lassen diese vergangene Zeit anschaulich und detailliert vor Augen von heute neu erstehen. Die China-Begeisterung jener Zeit hatte auch den Fürstenhof von Arnstadt erfaßt, wie manche Szene andeutet. Eine zeigt sogar ein fürstliches Porzellan-Kabinett – und eine Treppe höher ist dann das echte Porzellan-Kabinett des Fürstenhauses, weitgehend in originalem Zustand, zu betrachten! Wo gibt es solches Zusammenspiel sonst noch?!

Liebenswürdig ist Arnstadt in vieler Hinsicht. Wenigstens eine Speisekarte auch zeichnete sich durch eine überaus interessante Folge von Gerichten aus der lokalen Kochtradition aus. Da möchte unsereins öfter speisen, und in Arnstadt werden Gäste freundlich begrüßt – nicht nur in dem Augenblick, in welchem der Berichterstatter eine sorgfältig im Renaissance-Stil restaurierte und bemalte Hausfassade studierte. Solche Gastfreundlichkeit zeigt sich allein schon daran, daß die Tourist-Information auch sonnabends und sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet ist. – Auf nach Arnstadt also!
 
 
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